In unserem Ratgeberartikel über Strickmühlen geben wir Ihnen wertvolle Informationen und Tipps. Sie möchten eine Strickmühle kaufen? Dann informieren Sie sich vorher hier und profitieren Sie von unseren Empfehlungen.

Stricken - ein tolles Hobby!

Aus bunter Wolle ganz nach Belieben oder auch nach Anleitungen, Kleidung oder kleinere Accessoires zu stricken, macht vielen Menschen Freude. Zum einfachen Stricken verwendet man zwei Nadeln und Garne in verschiedener Größe. Wobei die Größe von Nadel und Wolle die Größe der Maschen bestimmt. Wolle gibt es in unterschiedlichen Qualitäten, Stärken und sogar so genanntes Effektgarn.

Zum Rundstricken wird entweder ein Nadelspiel, das aus fünf Nadeln mit je zwei spitzen Enden besteht, genutzt oder eine Rundstricknadel. Das sind zwei Nadeln, verbunden mit einem dünnen Plastikschlauch. Stricken gehört nicht umsonst zu den Handarbeiten, denn alle Arbeitsschritte werden von Hand erledigt. Um sich die Arbeit zu erleichtern kann man allerdings verschiedene Hilfsmittel verwenden. Die Strickmühle ist eines davon. Sie funktioniert ähnlich wie das bekanntere "Strickliesel", hat aber eine Kurbel und ist damit einfacher zu bedienen. Mit wenig Aufwand lassen sich so, je nach Größe der Strickmühle, kleinere Wollkordeln, aber auch größere flache Bahnen stricken, die dann weiterverarbeitet werden können.

Was ist eine Strickmühle?

Eine Strickmühle ist ein Gerät, das dazu dient, Wolle zu verstricken. Als Ergebnis entsteht daraus, je nach Modell ein Strickschlauch, eine Strickschnur oder eine Strickbahn. Diese Zwischenprodukte werden anschließend weiterverarbeitet.

Zusammen setzt sich eine Strickmühle aus einen Plastikgehäuse, unterschiedlich vielen Nadeln, einer Kurbel und einem Gewicht. Eventuell befindet sich auch Befestigungsmaterial unter dem Zubehör. Andernfalls muss man die Strickmühle beim kurbeln in der anderen Hand halten. Die Nadeln befinden sich in einem Nadelbett, je größer die Strickmühle, umso größer das Nadelbeet und umso mehr Nadeln befinden sich darin. Der Durchmesser der Strickmühle bestimmt den Durchmesser des entstehenden Strickschlauches. Zahnräder verbinden das Nadelbett mit der Kurbel und sorgen sowohl für eine Drehbewegung, als auch dafür, dass die Nadeln sich auf und ab bewegen.

 

Die drei unterschiedlichen Größen

Kleine Strickmühlen besitzen zwischen vier und sechs Nadeln. Da sie so klein sind, gibt es für sie meist kein Befestigungsmaterial und man behält sie zum Arbeiten in der Hand. Mit den kleinen Modellen lassen sich beliebig lange Strickschnüre herstellen. Strickschläuche oder Strickbahnen kann man damit allerdings nicht stricken.

Zwischen 16 und 22 Nadeln haben mittlere Strickmühlen. Schon anhand der Anzahl der Nadeln lässt sich erkennen, dass damit größere Strickstücke gearbeitet werden können. Diese Maschinen besitzen oft einen Umschalter, so dass zwischen Rundstricken und Flachstricken gewählt werden kann.

Große Strickmühlen kommen auf bis zu 46 Nadeln, entsprechend groß ist ihr Durchmesser. Sie beim Arbeiten in der Hand zu halten wäre auf Dauer zu beschwerlich, deshalb besitzen sie Ständer und Befestigungsmaterial um sie am Tisch zu fixieren. Zusätzlich sollte daran gedacht werden, dass das Kurbeln immer anstrengender wird, je größer die Maschine ist. Für eine Reihe Maschen muss bei großen Maschinen weit länger gekurbelt werden, wie bei den Kleinen.

 

Wie funktioniert eine Strickmühle?

Im Gegensatz zur Strickliesel, muss man die Maschen bei der Strickmühle nicht von Hand abstricken, dass erledigt die Maschine beim Kurbeln selbstständig. Am besten hält man sich dabei an die Anweisungen, die der gewählten Maschine beiliegen. Auch die Garngröße sollte nach der Anleitung ausgewählt werden um ein verheddern des Fadens oder Laufmaschen zu verhindern.

Das gewählte Garn wird durch die Öffnung der Mühle in die Mitte und nach unten geführt. Am unteren Ende befestigt man das beiliegende Gewicht. Entweder knotet man es fest oder es sind Klammern, die man einfach an den Faden klammert. Das Gewicht sorgt für die nötige Fadenspannung, sodass man nicht ständig am Garn ziehen muss.

Jetzt wird der Faden in die Nadeln eingespannt, wobei immer abwechselnd gearbeitet wird. Es wird gekurbelt, bis die erste Nadel das Garn gegriffen hat, dann wird weiter gekurbelt. An der zweiten Nadel wird der Faden nicht eingespannt, sondern dahinter weitergeführt. In der dritten wird der Faden wieder eingehakt, an der vierten vorbeigeführt und so weiter. Je nach Anzahl der Nadeln wiederholt man den Vorgang, bis man einmal im Kreis herum ist. Von da an wird nur noch an der Kurbel gedreht. Wobei man am Anfang langsam und vorsichtig drehen sollte um zu testen, ob auch alles so funktioniert, wie es soll. Ist der Anfang ordentlich gemacht, kann auch schneller gedreht werden, bis die gewünschte Länge des Strickstückes erreicht ist. Jetzt wird der Faden am Knäuel abgeschnitten und durchgekurbelt, bis die Kordel, der Schlauch oder die Bahn aus der Maschine fällt. Zum Schluss wird der Faden vernäht und das fertige Gestrick kann entsprechend weiterverwendet werden.

Eine Besonderheit gibt es bei den mittelgroßen und großen Maschinen, die auch Strickbahnen arbeiten. Hier wird nicht in Runden gestrickt, sondern immer hin und zurück, dafür am besten der beiliegenden Anleitung der Maschine folgen.

 

 

Welche Vorteile hat das Arbeiten mit einer Strickmühle?

Es entfällt das teilweise mühsame stricken der Maschen von Hand. Gerade wenn man beim Rundstricken mit mehr als zwei Nadeln arbeiten muss, kann es schwierig sein, die Übersicht zu behalten, dass erledigt die Strickmühle von allein. Gezählt werden müssen nur noch die Reihen.

Außerdem geht das Kurbeln weit schneller von der Hand, wie das Nadelstricken.

 

Wie kann ich die entstandenen Strickarbeiten weiterverwenden?

Strickschnüre der kleinen Strickmühlen lassen sich gut als Kordeln verwenden. Ebenso kann man mit ihnen weiter stricken oder häkeln, um Topflappen, Bettvorleger oder anderes herzustellen. Aus bunten Strickkordeln lassen sich auch kleine Kunstwerke kreieren, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Aus Strickschläuchen kann man Armstulpen, kleine Puppenkleider oder Kuscheltiere für Kinder nähen. Die Strickbahnen der größeren Strickmühlen lassen sich zu Decken oder Kleidungsstücken zusammennähen oder weiter stricken. Ebenso kann man daraus Schals herstellen.

Strickmühle kaufen

Wenn Sie eine Strickmühle kaufen möchten, sollte Sie sich vor dem Kauf einige Fragen stellen. In erster Linie sollten Sie sich klaren welche Größe für Sie in Frage kommt und wie oft Sie die Maschine nutzen. Kleine Strickmühlen eignen sich gerade für den Einstieg oder für Kinder. Sind Sie etwas ambitionierter, dann kann es sich oft lohnen eine größere Strickmühle zu kaufen! Schauen Sie sich doch unsere Empfehlungen an.

 

 

Unser Fazit

Für alle, die gern stricken und sich die Arbeit erleichtern wollen, ist eine Strickmühle eine sehr gute Option! Vor dem Kauf sollte man sich genau überlegen, was man stricken und welches Material man dafür benutzen möchte.